DJK-Hauptberuflichen Seminar 2026
in Bonn

Tag 1 - Montag, 19. Januar 2026

In der Woche vom 19. bis zum 22. Januar 2026 fand das DJK-Hauptberuflichen Seminar im Haus Venusberg in Bonn statt. Über vier Tage trafen sich hauptamtliche Vertreter*innen der Diözesanverbände und der Bundesgeschäftsstelle. Die Teilnehmenden starteten ab 14:00 Uhr mit der Anreise und einem offenen Ankommen bei Kaffee und Kuchen vor dem Tagungsraum. In entspannter Atmosphäre bot sich bereits hier Raum für erste Gespräche, Wiedersehen und informellen Austausch unter Kolleg:innen aus den Diözesanverbänden sowie dem Bundesverband.

Um 15:00 Uhr begann das offizielle Programm im Tagungsraum. Den Auftakt bildeten die Begrüßung und ein inhaltlicher Impuls von Elisabeth Keilmann, die die Teilnehmenden thematisch abholte und auf die gemeinsamen Tage einstimmte.

Anschließend sorgte Sportreferent Pascal Bühler für einen lebendigen Einstieg: Anhand des Spiels „Zwei Wahheiten, eine Lüge“ kamen in kurzer Zeit sowohl neue Mitarbeitende als auch langjährige Vertreter*innen miteinander ins Gespräch und lernten sich (neu) kennen.

Ein weiterer Programmpunkt waren die Berichte aus den Diözesan- und Landesverbänden. Unter dem Motto „Ein Highlight des vergangenen Jahres – das haben wir noch nie gemacht oder das hatten wir noch nie vor“ standen besondere Projekte, neue Ideen und mutige Ansätze im Mittelpunkt. Die Vielfalt der Beiträge zeigte eindrucksvoll, wie kreativ, engagiert und zukunftsorientiert die DJK vor Ort wirkt.

Den inhaltlichen Rahmen weitete anschließend der Bericht des Präsidenten Michael Leyendecker aus. Er gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen, verbandspolitische Themen, wie zum Beispiel Förderung, Safe-Sport und die DJK-Vision und ordnete diese in den größeren Zusammenhang der Verbandsarbeit ein. Abschließend folgten Informationen zum weiteren Programm des Seminars, die einen Ausblick auf die kommenden Tage gaben und Vorfreude auf Austausch, Diskussion und gemeinsames Arbeiten weckten.

Nach dem Abendessen rundete ein Informationsvortrag über das diesjährige Bundessportfest in Essen und eine Bewegungseinheit zu den „10 Geboten des Sports“ den ersten Tag der viertägigen Veranstaltung ab.


Tag 2 - Dienstag, 20. Januar 2026

Alle Teilnehmenden starteten mit einem bewegten Tageseinstieg von Elisabeth Keilmann in den zweiten Veranstaltungstag.

Im Anschluss daran folgte ein spannender Vortrag von Julia Schneider von „Mehr als Arbeit“, die einen umfassenden Einblick in die Rollen und Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz gab. Unter dem Titel „Digitalisierung und KI, aber alltagstauglich: mehr Wert, weniger Aufwand“ zeigte sie innerhalb ihrer Präsentation auf, welche Potenziale KI bietet und wie sie in verschiedenen Bereichen sinnvoll eingesetzt werden kann.

Anhand praxisnaher Anwendungsbeispiele wurde deutlich, wie KI-Tools wie ChatGPT oder Copilot bereits heute dabei unterstützen, Prozesse zu erleichtern, kreative Ideen zu entwickeln oder Informationen effizienter aufzubereiten.

Schneider bezog alle Teilnehmenden gleich mit einer Aufgabenstellung mit ein, bei der alle Anwesenden eigene „Pain Points“ herausarbeiten sollten. Diese Herausforderungen wurden anschließend mithilfe von ChatGPT bzw. Copilot weiter vertieft und in konkretere Lösungsansätze überführt. So entstand ein praxisorientierter Austausch, der die Möglichkeiten von KI unmittelbar erfahrbar machte.

Anschließend nahm die Verwaltung und Geschäftsführung an einem praxisnahen Workshop mit Julia Schneider zu Canva teil. Unter dem Motto „Einfach gestalten – professionell wirken zeigte sie, wie mit wenigen Handgriffen moderne, ansprechende und professionelle Layouts entstehen können – auch ohne umfassende Designkenntnisse.

Parallel dazu widmete sich ein weiterer Programmpunkt der kommenden Referent*innen-Veranstaltung. Gemeinsam wurden erste Ideen zur Planung des Referent*innen-Seminars gesammelt, strukturiert und weiterentwickelt. Dabei standen sowohl organisatorische Fragen als auch inhaltliche Schwerpunkte im Mittelpunkt. In einem konstruktiven Austausch erarbeiteten die Teilnehmenden Ansätze für die inhaltliche Ausgestaltung, darunter mögliche Themenschwerpunkte.

Nach dem Mittagessen widmete sich Elisabeth Keilmann der Einführung in das Awareness-Konzept für das Bundessportfest und gab einen grundlegenden Überblick darüber, was Awareness im Veranstaltungs­kontext bedeutet. Im Anschluss daran wurden erste Schritte zur Planung eines Awareness-Teams beim BSF besprochen, bevor eine Gruppenaufteilung erfolgte, um sich im Rahmen eines „Walk & Talks“ bei entspannter Atmosphäre während eines Spaziergangs vertieft mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Der nächste Input für die Teilnehmenden widmete sich der Auseinandersetzung mit der aktuellen DJK‑Vision „Hingehen zu den Menschen. Rainald Kauer und Bettina Suthues stellten noch einmal das Video zur DJK-Vison vor, das im Anschluss gemeinsam reflektiert wurde.

Anschließend an das Abendessen hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, zwischen dem Angebot eines Erste‑Hilfe‑Kurses und einer Einheit zu Kreistänzen zu wählen.


Tag 3 - Mittwoch, 21. Januar 2026

Der Tag begann erneut mit einem bewegten Tageseinstieg, diesmal in der Kapelle des Tagungshauses. Dabei drehte sich der Impuls um die Parabel der Talente, Matthäus 25:14-30. Nach dem Impuls waren alle Teilnehmenden eingeladen, über ihre Talente zu reflektieren und diese auf einem Puzzlestück festzuhalten, welches anschließend gemeinsam zu einem großen DJK-Puzzle zusammengesetzt wurde. Gemeinsam wurde sichtbar, wie sich diese individuellen Puzzleteile zu einem lebendigen und starken DJK‑Miteinander zusammensetzen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Vortrag von Nina Reip vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Unter dem Titel „Rechtssichere Haltung zeigen“ beleuchtete sie, wie Sportvereine ihre Werte leben und gleichzeitig rechtlich sicher agieren können. Ausgehend vom Kontext von Haltung und den Werten des Sports wurde deutlich, dass Sportvereine Orte des Miteinanders, des Respekts und der Vielfalt sind – und damit eine wichtige gesellschaftliche Rolle einnehmen.

Anschließend bot sich den Teilnehmenden die Möglichkeit zur individuellen Arbeit in kleinen Gruppen, bevor sich alle nach dem Mittagessen im Haus der Geschichte in der Innenstadt von Bonn einfanden. Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und erhielten jeweils eine 1,5‑stündige Führung durch die Ausstellung. Im Mittelpunkt stand die deutsche Geschichte nach 1945 – von den Nachkriegsjahren über die Teilung Deutschlands bis hin zur Wiedervereinigung und Entwicklungen der jüngeren Zeitgeschichte. Die Führung bot anschauliche Einblicke in politische, gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen und regte zu Austausch und Reflexion an.

Den stimmungsvollen Ausklang des Tages bildete ein Gottesdienst im Bonner Münster, der Raum für Besinnung und gemeinsames Innehalten bot. Die beeindruckende Atmosphäre des Münsters und die gemeinschaftliche Stimmung sorgten für einen würdigen spirituellen Abschluss des Programms. Ein besonderes Highlight war der anschließende Abschied von Stephanie Hofschläger, der ehemaligen Generalsekretärin der DJK. In wertschätzenden Worten wurde ihr Engagement gewürdigt, und die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich persönlich bei ihr zu bedanken und ihr für den weiteren Weg alles Gute zu wünschen.

Im Anschluss daran traf sich die Gruppe zu einem gemütlichen Abendessen in einer Pizzeria, das den letzten Abend der Veranstaltung einläutete. Bei guter Stimmung, viel Austausch und herzlichen Gesprächen klang der Tag in einer warmen, gemeinschaftlichen Atmosphäre aus.


Tag 4 - Donnertsag, 22. Januar 2026

Der vierte und letzte Tag stand im Zeichen des Rückblicks und des gemeinsamen Ausklangs. In einer Reflexionsrunde sammelten und reflektierten die Teilnehmenden Eindrücke aus den vergangenen Tagen. An den Reisesegen schloss sich der zweite Teil des Erste-Hilfe-Kurses als Abschluss der vergangenen Veranstaltungstage an.