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13. Dezember: Carlitos mit dem Mototaxi auf den Markt

„Hier gibt es ja gar keine Autos!“ Carlitos ist ganz aus dem Häuschen. Im peruanischen Jaén, das der DJK-Adler mit dem Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat bereist, ist das übliche Transportmittel das Motorrad. Entsprechend wimmelt es von „Mototaxis“ – über die Einhaltung von Verkehrsregeln spricht man besser nicht. „Wunderbare Erfindung!“ Carlitos ist von der Kühle des Fahrtwindes begeistert. Seine Federn fliegen ihm durchs Gesicht. Genauso spannend findet es Carlitos, dass an jeder Straßenecke jemand steht, der irgendetwas verkauft: ob Süßigkeiten oder Stifte oder Tücher. An einigen Kreuzungen sind Akrobaten unterwegs. Es wird jongliert und Feuer gespuckt, getanzt und gesungen. Sie hoffen auf ein paar Münzen, ihr einziger Verdienst für die einzige Arbeit, der sie nachgehen können, denn eine andere gibt es nicht. Carlitos ist empört: „Das geht doch nicht! Das ist unmenschlich und ungerecht!“

Auf dem Markt angekommen stürzt Carlitos auf einen der Markstände zu. „Was ist das denn?“ Die Leute drehen sich um angesichts des aufgeregten deutschen Vogels. Carlitos hat nur noch Augen für die Früchte, von denen er noch nie etwas gehört und gesehen hat. So viele Sorten von Kartoffeln! – Kein Wunder im Ursprungsland der Kartoffel. Und Bananen in allen Größen und verschiedenen Farben! – Nur eine davon ist die in Deutschland bekannte Banane. Und dann entdeckt Carlitos ein bekanntes Gesicht. Hinter dem Marktstand steht eine der Mütter, von den Kindern, die an Zerebralparese, einer Art Gehirnlähmung, leiden, die er tags zuvor in dem von Adveniat unterstützten Projekt der Gesundheitspastoral besucht hat. So bunt die vielfältigen tropischen Früchte sind, so hart ist es für die Frauen aus dem Umland hier den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen.

So können Sie helfen!
www.adveniat.de/helfen/online-spenden/

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