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Rio bewegt. Uns.

Rio bewegt. Uns. Mehr als nur dabei sein

So lautet das Motto der Kampagne „Olympia Rio 2016“. Vom 5. bis 21. August finden in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele statt, vom 7. bis 18. September 2016 die Paralympics. Insgesamt werden etwa drei Millionen Besucher erwartet. Viele Menschen in Deutschland werden die Spiele in den Medien verfolgen. Bereits zur Fußball-WM 2014 in Brasilien hatte Adveniat ein Kampagnenbündnis mit dem Namen „Aktion Steilpass“ initiiert, das sich kritisch mit den Ausgaben Brasiliens zur WM und der Rolle der FIFA auseinandersetzte und Forderungen nach mehr Fairness und Gerechtigkeit für die Menschen im Land stellte. Mit Blick auf die Olympischen Spiele will ein deutlich erweitertes Bündnis aus deutschen und brasilianischen Akteuren eine neue Kampagne  auf den Weg bringen. „Rio bewegt. Uns.“ ist ein Aktionsbündnis aus verschiedenen Organisationen und Verbänden. Zum Bündnis gehören Adveniat, der DJK-Sportverband, Misereor, Kolping International, die KAB, die Missionszentrale der Franziskaner, die Katholische Erwachsenenbildung und weitere Organisationen. Partner in Brasilien sind die Brasilianische Bischofskonferenz (CNBB), die Brasilianische Ordenskonferenz (CRB) und die Erzdiözese Rio de Janeiro.

Eine wichtige Grundlage für die geplante Kampagne ist die „Agenda 2020“, die IOC-Präsident Thomas Bach am 18. November 2014 in Lausanne vorgestellt hat. Dieser Strategieplan zur Entwicklung der Olympischen Idee sieht unter anderem die folgenden Eckpunkte vor: Maßnahmen zur Nachhaltigkeit (ökologisches Handeln) und sozialer Entwicklung, Transparenz und Maßnahmen gegen Korruption, Leitlinien guter Unternehmens- und Organisationsführung, Dialog mit der Gesellschaft, Einbindung lokaler Gemeinschaften, Zusammenarbeit mit strategisch wichtigen Partnern vor Ort, Werteorientierte, soziale Erziehung, Unterstützung lokaler Entwicklungsprozesse und Stärkung der Zivilgesellschaft sowie Friedensarbeit. Diese Ziele sollen durch „Rio bewegt. Uns.“ schon 2016 Realität werden. Das Aktionsbündnis begrüßt die Absichtserklärungen des IOC und versteht sich dabei  als prüfende Organisation mit Monitoring-Funktion. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen die Fragen: Was bedeutet ein nachhaltige Entwicklung vor Ort in Brasilien konkret? Hält das IOC ein, was es verspricht?


Die Kampagne soll in Brasilien und in Deutschland stattfinden. Die Berichterstattung wird voraussichtlich neben den sportlichen Leistungen eher die „glänzenden“ Seiten von Brasilien und Rio de Janeiro ins Zentrum stellen. Es gibt aber auch Schattenseiten. Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Randlagen und Favelas der Stadt. Diese Menschen werden weder an den sportlichen Großereignissen teilhaben können, noch von den finanziellen Investitionen profitieren. Das Aktionsbündnis stellt diese Menschen in den Mittelpunkt und möchte sie zu „Gewinnern“ werden lassen.


In Deutschland will das Bündnis Menschen für die soziale Situation in Rio de Janeiro und Brasilien sensibilisieren und sie zur eigenen Urteilsbildung befähigen. Die Olympischen Werte sollen mit christlichen Werten wie der Nächstenliebe und der Bewahrung der Schöpfung und mit der kirchlichen Soziallehre verknüpft werden. Die politische Botschaft der Kampagne geht von den Werten aus, die die brasilianischen Partner ins Zentrum ihrer Kampagne stellen wollen (Respekt, Freundschaft, Liebe, Hoffnung, Frieden). Es ist eine finanzielle Unterstützung bei der Realisierung von 21 Projekten in Favelas in der Nähe der olympischen Sportstätten in Rio de Janeiro geplant. Zielgruppen sind die Mitglieder der Verbände und Organisationen im Bündnis (ca. 1 Million Menschen), Christinnen und Christen und darüber hinaus sport- und lateinamerikaaffine Zielgruppen sowie Verantwortungsträger in Deutschland und International.


Für Brasilien sind derzeit folgende Aktionen geplant: Aktion „Medaille der Werte“ (vor den Spielen), Aktion „50 Tage des Friedens“ (während der Spiele), Internationale und interreligiöse Friedenskonferenz 500 Tage vor den Spielen. Auch in Deutschland wird es Mitmachaktionen geben. Zusammen mit seinen Partnern in Brasilien will das Bündnis an den Start gehen für eine friedlichere und gerechtere Welt.

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