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Zukunft des DJK Bildungs- und Sportzentrums in Münster

Bis zum Beginn dieses Jahres schien alles auf einem guten Weg, um einen DJK-Sport und Bewegungscampus mit Gästehaus, Sporthallen, Kletter- und Boulderhalle, Sportinternat und Beachhalle auf dem Gelände des DJK Zentrums zu errichten und damit vielfältige Bildungsmöglichkeiten des Sports anbieten zu können. Die mit der Coronapandemie einhergehenden Beschränkungen zerstörten alle Bemühungen, weil die Einnahmen aus der Belegung als wichtiger Bestandteil der finanziellen Sicherung massiv zurückgegangen sind und die Ausfälle auch nicht durch das Überbrückungsgeld des LSB und die Kurzarbeit ausgeglichen werden konnten. Die mit dem Sportcampus geplanten Synergieeffekte können nicht mehr entfaltet werden. Die vorhandenen finanziellen Mittel würden spätestens Mitte des nächsten Jahres aufgebraucht sein.

Deshalb hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dem Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZaR) die Grundstücke des Bildungshauses und der großen Sporthalle zu verpachten und die aufstehenden Gebäude zu verkaufen. Damit wird das Gelände zu einem ‚Sport-und Gesundheitscampus an der Koburg‘. Nach Auflösung des Trägervereins wird das vorhandene und durch die Pachteinnahmen jährlich zufließende Vermögen in eine sich in Gründung befindende ‚DJK Bildungs- und Sportstiftung‘ eingebracht. Diese Stiftung soll die Bildungsarbeit im Sport und besonders in der DJK fördern und so auf diesem Wege den ursprünglichen Auftrag des DJK Bildungs- und Sportzentrums fortsetzen. Der Diözesanverband Paderborn übernimmt die Planung für die Belegung der Wochenenden, an denen die Einrichtung weiterhin für die Bildungsarbeit im DJK Verband genutzt werden
kann. Vereine, Schulen und Kindergärten, die die Einrichtung bisher nutzen, finden ebenfalls weiterhin eine Bleibe, um ihre Angebote aufrechtzuerhalten. Das DJK Zentrum verliert seinen Namen, geht aber dem Sport nicht verloren.

Die Verhandlungen mit dem ZaR umfassen auch die Sorge um die Mitarbeitenden. Es konnten weiterführende Arbeitsplätze angeboten und Ausgleichszahlungen vereinbart werden. Trotzdem bleibt es für alle ein harter Schnitt in ihrem beruflichen und in ihrem persönlichen Lebensalltag. Dieser harte Schnitt ist auch für die fast 100 jährige Geschichte der Einrichtung und damit für die Bildungsarbeit im DJK Verband sehr schmerzhaft, aber mit den jetzt getroffenen Vereinbarungen und Verträgen die unter den durch Corona gegebenen Umständen beste Lösung. Mit einem traurigen Blick zurück und einem trotz allem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft möchte ich mich als Vorsitzender des Trägervereins verabschieden, engagiere mich aber noch im Vorstand der DJK Bildungs- und Sportstiftung.

Wolfgang Zalfen
1.Vorsitzender des Trägervereins
17.11.2020