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Gelungener Heimspielauftakt

3. Tischtennis-Bundesliga Damen: DJK Sportbund Stuttgart – NSU Neckarsulm 4:4

Zum ersten Mal überhaupt, trat eine Damenmannschaft des DJK Sportbund Stuttgarts in einer Bundesliga-Spielklasse an. Mit einem 4:4-Unentschieden gegen die erfahrene und leicht favorisierte Neckarsulmer Mannschaft konnten die Damen des Sportbunds Stuttgart in ihrem im ersten Punktspiel einen gelungenen Einstand in die 3. Bundesliga feiern und ihren ersten Punkt erkämpfen.

Foto (Volker Arnold): Alexandra Schankula riss gleich bei ihrem Sportbund-Debut das Publikum mit, als sie im Spitzenspiel einen 0:2-Satzrückstand noch drehte.

Die Damen spielten in der Aufstellung (1) Alexandra Schankula, (2) Ronja Mödinger, (3) Ramona Betz und (4) Saskia Becker.

Corona-bedingt wurde auf die Austragung von Doppel verzichtet, so dass direkt mit den Einzelspielen begonnen wurde. Die anwesenden Zuschauer sorgten für eine gute Stimmung, die auch gleich auf die Stuttgarter Spielerinnen übersprang.

Sowohl im vorderen als auch im hinteren Paarkreuz konnte im ersten Durchgang durch Alexandra Schankula und Ramona Betz jeweils ein Punkt geholt werden. Die erfahrene Spitzenspielerin Alexandra Schankula ließ im Spiel gegen ihre Neckarsulmer Gegnerin nichts anbrennen und gewann souverän mit 3:0 Sätzen in ihrem ersten Spiel für den Sportbund. Schwerer tat sich die an Position 3 spielende Ramona Betz, die ihre Aufschlagstärke nicht umsetzen konnte und so zunächst nicht in ihr Spiel fand. Nach verlorenem 1. Satz stellte sie sowohl ihr Aufschlagspiel als auch ihre Taktik um und gewann mit 3:1. Ronja Mödinger konnte den Beginn der ersten beiden Sätze gegen die Nr.1 der NSU noch eng gestalten, musste dann jedoch der fast fehlerfrei spielenden Wenna Tu mit 0:3 gratulieren. Knapper ging es im Spiel von Saskia Becker gegen die Slovakin Simona Horvathova zu. Mit jeweils 9:11 gingen die ersten beiden Sätze nur knapp verloren, den 3. Satz gewann Saskia 11:9. Im 4. Satz musste Saskia, trotz starker Anfeuerung der Zuschauer, ihrer Gegnerin den Vortritt lassen.

So ging es mit 2:2 und einer 15-minütigen Pause in einen spannenden und hochklassigen 2. Durchgang.

Im Spiel der jeweiligen Nr. 1 beider Mannschaften kam es zum Showdown der ehemaligen 1. Bundesliga-Spielerin Alexandra Schankula gegen die Vize-Europameisterin der Schülerinnen 2017, Wenna Tu. Nach 2 verlorenen Sätzen sah es so aus, als ob Stuttgart in der Gesamtwertung erstmals in Rückstand gerät. Alexandra konnte jedoch ihre große Erfahrung ausspielen und sich immer besser auf ihre Gegnerin einstellen. Die Zuschauer unterstützten Alexandra mit lautstarken Anfeuerungen. Der Funke sprang über und Alexandra konnte die wichtige und hochdramatische Begegnung drehen. Sie gewann mit 3:2 und brachte Stuttgart wieder in Führung. Leider konnte Ronja Mödinger nicht ganz an ihre letztjährige starke Leistung in der Regionalliga anknüpfen und verlor gegen ihre „Dauer-Rivalin“ aus ihrer Jugend, Kathrin Hessenthaler, 0:3.

Somit mussten bei einem Stand von 3:3 die beiden letzten Einzel über den Ausgang der Begegnung entscheiden.

Mittlerweile verwandelten die Zuschauer die Halle Nord in einen kleinen Hexenkessel und unterstützten die Spielerinnen nach Kräften. Im Spiel gegen die slowakische Ex-Nationalspielerin Horvathova konnte Ramona Betz den ersten Satz mit hochklassigen Schlägen und Spielzügen noch für sich entscheiden, musste jedoch Satz 2 und 3 klar abgeben. Im 4. Satz kämpfte sie sich nach 6:10 zurück, verlor diesen jedoch in der Verlängerung knapp mit 12:14.

Im letzten Spiel standen sich Saskia Becker und die Neckarsulmer Nachwuchshoffnung Minh Thu Nguyen gegenüber. Auch in diesem Spiel ging es sehr knapp zu. Erst der 5. Satz sollte die Entscheidung bringen. Das Publikum pushte Saskia nach vorne. Nach einer erspielten Führung hatte Saskia 2 Matchbälle, die sie jedoch zunächst nicht verwandeln konnte. Nach zum Teil spektakulären Ballwechseln setzte sich beim Stand von 13:13 in der Verlängerung Saskias größere Erfahrung durch. Sie konnte das Spiel mit einer langen Vorhand Rallye und einem für die Gegnerin schwierigen Rückhandball für sich entscheiden und gewann 3:2.

„Eine sehr spannende Begegnung mit einem verdienten Punkt für den Sportbund und sogleich eine wichtige Standortbestimmung für die 3. Bundesliga“, so Mannschaftsführer Rüdiger Betz. Am kommenden Wochenende stehen 2 schwere Auswärtsspiele bei den Liga-Mitfavoriten Chemnitz und Jena an.

Endstand: 4:4

Es punkteten 2 x Alexandra Schankula, 1 x Ramona Betz, 1 x Saskia Becker

Quelle: Thomas Walter