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DJK Sportbund Stuttgart – Tischtennis: Sportbund-Damen wie im Rausch

Tischtennis-Regionalliga: Damen des DJK Sportbund Stuttgart gelingt beim 8:1 über Tabellenführer Sindelfingen Sensation

Im Spitzenspiel der Tischtennis-Regionalliga siegte das Damen-Team des DJK Sportbund Stuttgart gegen den bis dahin verlustpunktfreien VfL Sindelfingen mit 8:1. Vor rund 40 Zuschauern gelang Ronja Mödinger, Saskia Becker, Ramona Betz und Ellen Wohlfart fast alles – die Mannschaft spielte sich in einen wahren Spielrausch. Mit 10:6 Punkten verbesserte sich das Team aus dem Stuttgarter Osten zum Abschluss der Vorrunde auf Platz drei. Sindelfingen mit zwei und Kaiserslautern mit drei Minuspunkten stehen an der Tabellenspitze.

„Das war das beste Spiel, das ich hier je gesehen habe.“ Sportbunds Damen-Team-Fan Horst Mahle ist auch lange nach Spielende voller Begeisterung. Zweieinhalb Stunden lang boten beide Teams auf allerhöchstem Regionalliga-Niveau. Und am Ende aller knappen Partien hieß der Sieger Stuttgart. Der Beleg: Fünf der neun Einzelbegegnungen gingen in den Entscheidungssatz. Alle fünf Spiele gewannen die Sportbund-Damen. Sindelfingens Trainer Oliver Appelt trauerte vor allem dem verpatzen Start nach: „Das Doppel Lorenz/Richter hat das Spiel verschenkt.“ Und in der Tat hätte das Sindelfinger Spitzen-Duo gegen Saskia Becker/Ramona Betz für die Führung sorgen müssen, nachdem sie 2:0 nach Sätzen und 6:2 in Front lagen. Auch beim 7:5 im 4. Satz und beim 6:3 im 5. Satz sah es noch nach einem Gäste-Erfolg aus. Doch dann passierte jeweils, was sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie zog: Das Sportbund-Doppel kämpfte, spielte auch in kritischen Situationen nicht hektisch, sondern konzentriert die richtigen Bälle. Mit 12:10 im 5. Satz ging dieses Doppel überraschend noch an Becker/Betz. Mit dem gleichen Resultat siegten am Nebentisch Ronja Mödinger/Ellen Wohlfart gegen Koziol/Huber. Nach dem Anschlusspunkt von Jasmin Lorenz gegen Ronja Mödinger, die im 1. Satz eine 10:6-Führung vergab, folgte ein weiteres Schlüsselspiel: Saskia Becker vergab beim Spielstand von 9:9 im 5. Satz gegen die Polin Koziol einen „Elfmeter“, bewahrte jedoch die Ruhe und siegte mit starkem Spiel noch 13:11. „Für mich war der verschlagene Ball bei 9:9 nicht überraschend, ich treffe solche hohen Bälle oft nicht“, kommentierte sie sarkastisch. „1:3 statt 3:1“, blickte Appelt zurecht enttäuscht auf den Start seines Teams zurück.

Anders der Sportbund: Die Führung beflügelte die Mannschaft geradezu. Weiterhin gingen die knappen Sätze zumeist an die Gastgeber. Ramona Betz hatte in vier Sätzen wenig Schwierigkeiten gegen Huber, war einfach sicherer in ihrem Spiel. Dagegen musste Ellen Wohlfart gegen Richter über fünf Sätze. Doch nach einem Dreipunkte-Rückstand im Entscheidungssatz spielte sie ihre Nervenstärke und ihr taktisches Geschick gegen ihre Kontrahentin aus, gegen die sie auch in der Vergangenheit einige Male gewinnen konnte. 5:1 der Zwischenstand – im Sportbund-Lager schaute man sich ungläubig an ob dieser sensationellen Führung. Sollte das so weitergehen? Es sah zunächst nicht danach aus: Sowohl Ronja Mödinger (gegen Koziol) als auch Saskia Becker (gegen Lorenz) lagen lange Zeit zurück. Doch wie gesagt: Es war ein Tag, an dem alles gelang. Zunächst holte auch Mödinger einen Dreipunkte-Rückstand im Entscheidungssatz auf, siegte in einem begeisternden Topspin-Duell mit 11:8. Und auch Becker lag am Ende in vier Sätzen vorne. Sie agierte mit einer Klasse-Taktik gegen Abwehrspielerin Lorenz. In schier endlosen Ballwechseln behielt sie die Geduld, wechselte permanent Topspin-Bälle, sichere Schupfbälle und abschließende Schüsse. Neuer Spielstand: 7:1 – ungläubiges Kopfschütteln: Sollte ein „Durchmarsch“ gelingen? Und tatsächlich: Die Sportbund-Mädels ließen sich nicht beirren, zogen weiter ihre Bahnen. Während sich Wohlfart gegen Huber bereits auf der Siegerstraße befand, machte Betz mit ihrem kontrollierten Spiel gegen Richter den Sack zu und tütete den unglaublichen 8:1-Endstand ein. Große Freude beim Sportbund-Team, auch wenn allen bewusst war, dass der Erfolg deutlich zu hoch ausgefallen ist.

Die Einzelergebnisse

Weitere Informationen auf der Homepage:
www.djk-sportbund-stuttgart.de

Quelle: Thomas Walter

Foto (Myrna Frosch): von links Ellen Wohlfart, Ramona Betz, Saskia Becker und Ronja Mödinger