VotingHelps

DJK startet die Aktion #VotingHelps

Für die Armen Paraguays

Im Wahljahr 2021 ruft die DJK Sportjugend gemeinsam mit dem DJK-Sportverband dazu auf, am 26.09.2021 Teil der Aktion #VotingHelps zu sein, um vielen armen Menschen in Paraguay eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die DJK sucht Wahlhelfer*innen zur Bundestagswahl 2021, die ihr hierfür zur Verfügung gestelltes Erfrischungsgeld (Aufwandspauschale) oder ein Anteil dessen an Adveniat für das Projekt „La Chacarita“ in Paraguay spenden.

Die DJK Sportjugend und der DJK-Sportverband möchten mit der Aktion #VotingHelps, wie vor der Pandemie ursprünglich geplant, dabei helfen den Sportplatz des Sozialzentrums zu sanieren.

„Um die Umgestaltung des Innenhofes durchzuführen haben wir beschlossen, die Social Media Kampagne #VotingHelps zu starten. Dies ist uns ein großes Anliegen, da Sport die Menschen verbindet und dabei hilft, dass gerade Kinder und Jugendliche in einem gesunden Umfeld aufwachsen. Wir suchen tatkräftige Wahlhelfer*innen, da wir zur Sicherstellung dieses basisdemokratischen Prozesses beitragen möchten und den Ärmsten der Armen im Projekt in Paraguay helfen möchten,“ sagt Fabian Pieters, Bundesjugendleiter der DJK Sportjugend. „Der Vorteil dieser Aktion besteht darin, dass keine finanzielle Belastung für das gewohnte Einkommen besteht und man trotzdem einen Beitrag leisten kann“, so Pieters.

Die Spenden-Challenge 2020 des DJK-Sportverbands kam der Corona-Nothilfe des Projektes in Paraguay bereits zugute, das durch den langjährigen Kooperationspartner des DJK-Sportverbands, dem Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat unterstützt wird. In Pandemiezeiten ging es darum, den Menschen regelmäßig Speisen zur Verfügung zu stellen, damit sie überleben. Es wurden 2.500 Euro an Spenden gesammelt.

Das Projekt heißt La Chacarita, es handelt sich hierbei um eine soziale Anlaufstelle für die Ärmsten der Armen in der Hauptstadt Asunción, unter anderem werden hier Kinder betreut, so dass die Eltern sich Arbeit suchen können. Bewegungsangebote im Freien können im Innenhof derzeitig nur unter großem Verletzungsrisiko durchgeführt werden.

„Die Sozialpastoral der Hauptstadt Asunción hat in der Vergangenheit einen Großteil der Arbeiten auf einen ziemlich großen Armensektor der Stadt gelegt: La Chacarita. In diesen Stadtteilen leben die Menschen von der informellen Arbeit; sie ziehen am frühen Morgen zum Gelderwerb los, ohne zu wissen, mit was sie zurückkehren. Oft sind die Kinder und Jugendlichen sich selbst überlassen – mit allen Gefahren, die damit zusammenhängen. Dort errichtete die Sozialpastoral ein Zentrum, in dem die verschiedenen Dienstleistungen angeboten werden: Kinderhort, Kindergarten, Drogenprävention, Anleitung und Begleitung für die Freizeitgestaltung. Dazu gehört ein kleiner Innenhof, auf dem auch Sport betrieben werden kann. Dieses Sozialzentrum hat immer enormen Zulauf und ist ein wichtiger Anker für das Leben der Menschen,“ sagt Adveniat-Bildungsreferent Thomas Jung.

Projektbeschreibung La Chacarita/Asunción/Paraguay

Die Republik Paraguay hat heute ca. 7.044.600 Einwohner auf einer Fläche von 406.752 km2 (also ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammengenommen). Zusammen mit Bolivien gehört Paraguay zu den ärmsten Ländern Südamerikas und hat – wie Bolivien – keinen eigenen Zugang zum Meer. Paraguay grenzt im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien. Der Fluss Paraguay durchfließt das Land von Norden nach Süden und gliedert es in zwei Teile, den dünn besiedelten Gran Chaco im Westen, der etwa 60 % der Landesfläche einnimmt, und den Oriente, die Ostregion, in der über 97 % der Bevölkerung lebt.Vorherrschend ist ein subtropisches Klima, allerdings gehören die nördlichen Teile Paraguays bereits den Tropen an. Die Sommer sind heiß, mit Temperaturmaxima bis zu 50 ºC, die Winter kühl (Temperaturminima bis –2 ºC). In die Sommermonate fällt die Regenzeit und trotz überwiegend schönem und heißem Wetter kommt es zu tropischen Regenfällen. Allerdings machen sich in den letzten Jahren klimatische Veränderungen stark bemerkbar, d. h. die Trockenzeiten verlängern sich und die Regenzeit tritt später ein. Überschwemmungen richten immer wieder große Schäden an, von denen meist die Ärmsten in ohnehin prekären Lebenssituationen betroffen sind.Rund 90 % der Bevölkerung sind Mestizen, die aus der im Wesentlichen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert erfolgten Verbindung von Guaraní-Indianerinnen mit spanischen Einwanderern hervorgegangen sind, 8 % sind europäischer, japanischer und koreanischer Abstammung und etwa 2 % (rund 113.000 Personen laut Zählung von 2012) sind der indianischen Urbevölkerung zuzurechnen. Abweichend von anderen Ländern des Subkontinents hat sich in Paraguay eine indianische Sprache (Guaraní) als Umgangssprache erhalten und diese ist heute neben Spanisch offizielle Amtssprache. Viele der 113.000 Indigenen leben unter prekären Bedingungen. Hinzu kommt, dass ein großer Teil ihres Lebensraumes im Chaco, aber auch im Rest des Landes abgeholzt wird. Man schätzt, dass für die Soja- und Zuckerrohrproduktion sowie die Viehzucht täglich 1.000 Hektar Urwald gerodet werden, ein großer Teil dieser Rodungen ist illegal. 5 bis 7 % der paraguayischen Bevölkerung sind Einwanderer deutscher Herkunft. Je in etwa zur Hälfte in Ostparaguay und im Chaco wohnt diese zahlenmäßig zwar unbedeutende, aber mit großer Wirtschaftskraft und bestimmten Privilegien ausgestattete Minderheit der deutschsprachigen Mennoniten, die seit 1927 zunächst aus Kanada und später meist aus Russland eingewandert sind.Die Analphabetenrate liegt bei ca. 5,5 %. Die jährlich 150.000 Schulabgänger haben auf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen auf eine geregelte und fair bezahl-te Beschäftigung. Viele Schulpflichtige verlassen die Schule vorzeitig, da wirtschaftlich schlecht gestellte Familien auf einen finanziellen Beitrag ihrer heranwachsenden Kinder zum Lebensunterhalt angewiesen sind. Rund 450.000 Kinder und Jugendliche sollen nach Angaben der ILO in Paraguay gezwungenermaßen arbeiten. Der prozentuale Anteil derjenigen, die einen höherwertigen Schulabschluss erreichen, ist vergleichsweise gering, insbesondere in den ländlichen Gebieten. Mittlerweile erkennen aber immer mehr Jugendliche selbst den Zusammenhang zwischen Bildung und ihrer beruflichen Zukunft: Abendschulen, in denen in Schnellkursen der Hauptschulabschluss oder das Abitur nachgeholt werden können.Die Sozialpastoral der Hauptstadt Asunción hat in der Vergangenheit einen Großteil der Arbeiten auf einen ziemlich großen Armensektor der Stadt gelegt: La Chacarita. In diesen Stadtteilen leben die Menschen von der informellen Arbeit; sie ziehen am frühen Morgen zum Gelderwerb los, ohne zu wissen, mit was sie zurückkehren. Oft sind die Kinder und Jugendlichen sich selbst überlassen – mit allen Gefahren, die damit zusammenhängen. Dort errichtete die Sozialpastoral ein Zentrum, in dem die verschiedenen Dienstleistungen angeboten werden: Kinderhort, Kindergarten, Drogenprävention, Anleitung und Begleitung für die Freizeitgestaltung. Dazu gehört ein kleiner Innenhof, auf dem auch Sport betrieben werden kann. Dieses Sozialzentrum hat immer enormen Zulauf und ist ein wichtiger Anker für das Leben der Menschen.Innerhalb dieses Armenzentrums La Chacarita gibt es auch ein Gebiet, „Los Bañados“ genannt, das in der Nähe des Flusses Paraguay liegt, aber tiefer gelegen ist als der Fluss. Bei Überschwemmungen des Flusses ist dieses Gebiet ebenso immer überschwemmt. Die hier lebende Bevölkerung gehört zu den Ärmsten der Armen, denn sie kann kein anderes Land erwerben („invasiones“). Die hier lebenden Menschen nehmen zuerst die Dienste des Sozialzentrums in Anspruch. Es muss nicht erwähnt werden, dass die hiesige Bevölkerung besonders von der Corona-Pandemie betroffen und auf besondere Unterstützung angewiesen war (Nahrungsmittelhilfe, etc.).Engagement der DJKInmitten des beschriebenen Panoramas wird die Notwendigkeit verstanden, dass die Unterstützung dieser armen Menschen in Los Bañados sehr wichtig ist. 2020 konnte die Challenge des DJK Sportverbands etwas Not inmitten der Pandemie lindern, indem Nahrungsmittelpakete geschnürt und Gemeinschafts-Küchen unterstützt werden konnten. – 2021 möchte die ursprüngliche Idee wiederbelebt werden: da sich der Innenhof des Sozialzentrums der Chacarita in schlechtem Zustand befindet und der Bodenbelag ständig zu Verletzungen und Wunden führt (siehe Fotos), soll das diesjährige Engagement der DJK mithelfen, dass dieser Belag erneuert werden kann. Es geht um die ganzheitliche Gesundheit dieser Jungen und Mädchen, deren Zukunftsperspektiven uns wichtig ist.

Spenden unter:

Adveniat Nothilfe für Paraguay