"Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen."

Autor/Herkunft: Aurelius Augustinus

 

Was liegt näher als für eine Sportveranstaltung, die an Pfingsten stattfindet, ein feuriges Motto zu wählen?
Das Olympische Feuer ist ein Zeichen des Friedens und der Verbundenheit zwischen den Völkern, den Menschen. Da es sich um ein bundesweite Veranstaltung handelt, bot es sich an, die Deutschlandfarben schwarz, rot, gold auch in der Flamme wiederkehren zu lassen.

Feuer steht für Energie, Leidenschaft und Tatendrang, für Licht und Wärme. Nach dem Zeugnis der Apostelgeschichte zeigte sich der Heilige Geist „in Zungen wie von Feuer". Die Apostelgeschichte setzt mit einem sehr kurz gehaltenen Bericht über die Zeit nach Ostern ein, in der Jesus Christus für vierzig Tage den Aposteln erschienen ist und dann in den Himmel aufgenommen wird.  Zu Pfingsten senkt sich der Heilige Geist auf die christliche Gemeinde herab und bewirkt Zungenrede, die bei Außenstehenden teils Schrecken, teils Spott hervorruft.

 

"Und als der Pfingsttag gekommen war, waren die Jünger an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer und Frauen aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache? Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kapadozien, Pontus und der Provinz Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden. Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.

Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und lasst meine Worte zu euren Ohren eingehen! Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage; sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5):  »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen." (Apostelgeschichte)

Pfingsten gilt als Gründungstag der Kirche und hat in der Ökumene neue Bedeutung gewonnen.

Auch im  Alten Testament der Bibel spielt Feuer eine Rolle als Begleiterscheinungen einer Gotteserscheinung.
(vgl. z. B. 2. Buch Mose, Kapitel 3).

"Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde." (2.Mose 3,2)

Feuer ist eine Sache des Moments. Doch wenn das Feuer Gottes Wort enthält, ist dieser Moment ewig. Die Asche vergeht, das Feuer aber bleibt. So soll es auch beim Bundessportfest 2010 in Krefeld sein.

Stephanie Hofschlaeger
Generalsekretärin des DJK-Sportverbandes

 

Sie möchten sich im Verein auf das Bundessportfest vorbereiten?
Sie möchten vor der Abfahrt der Sportlerinnen und Sportler zum Bundessportfest einen kleinen Impuls geben?

Hier ein Vorschlag:

 

Feuer & Flamme für die DJK
Auf dem Weg nach Krefeld

Liebe Sportlerinnen und Sportler, liebe Verwandte und Eltern,
wir stehen vor der Abreise zum Bundessportfest 2010 in Krefeld. Wir haben uns lange auf diese Bundesmeisterschaften vorbereitet. Uns bewegt Vorfreude, Spannung und die Lust auf den sportlichen Vergleich. Das Bundessportfest steht unter dem Motto "Feuer und Flamme für die DJK".

Der Hl. Franziskus singt in seinem Sonnengesang:

Gelobt seist du, mein Herr!
Durch Bruder Feuer;
Mit ihm erleuchtest du uns die Nacht.
Er ist schön und freundlich,
gewaltig und stark.“

 

Feuer: warm - hell - wohlig

Feuer: verbrennt - zerstört - bedroht

Feuer: Flammen - Brand - Blitz

Feuer: Glut - Asche - Wärme

Feuer: Licht - Geborgenheit - Romantik

Feuer.

Feuer ist ein kraftspendendes und lebensspendendes Element.

Feuer ist Licht- und Wärmequelle. Es trägt zu einer guten Atmosphäre bei, wenn wir z.B. am Lagerfeuer, am Kamin oder bei Kerzenlicht sitzen.

Das Olympische Feuer ist ein Zeichen des Friedens und der Verbundenheit zwischen den Völkern.

Andererseits kennen wir auch die zerstörerische Kraft des Feuers. Ich denke an ein brennendes Haus, an einen Waldbrand oder einen Vulkanausbruch. Feuer macht Angst in seiner vernichtenden Wirkung, wenn es z.B. die Natur, Tiere und menschliche Existenz zerstört.

Feuer ist ein ambivalentes und vieldeutiges Symbol, mit dem auch Lebenserfahrungen ausgedrückt werden:

Feuer: Begeisterung - Leidenschaft

Feuer: wärmende Glut der Liebe

Feuer: Fackel der Hoffnung

mit dem Feuer spielen,

Feuer und Flamme sein.

 

Auch im Alten und Neuen Testament ist an vielen Stellen die Rede vom Feuer. Das Feuer drückt die Heiligkeit Gottes aus. Gott erscheint z.B. dem Mose im brennenden Dornbusch oder den Menschen in der Geistsendung am Pfingsttag. Und in der Liturgie ist die Feuersymbolik im Osterfeuer und der daran entzündeten Osterkerze fortgesetzt.

Wie beim realen Feuer finden wir in den biblischen Bildern eine Vielfalt: die kleine Flamme, das Licht in der Dunkelheit bis hin zu großartigen Erscheinungen wie den Dornbusch, die Flammenzungen oder die Feuersäule. In diesem nächtlichen Zeichen Gottes soll seine schützende Nähe erkannt werden:

 „Der Herr zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten: So konnten sie Tag und Nacht unterwegs sein. Die Wolkensäule wich bei Tag nicht von der Spitze des Volkes, und die Feuersäule nicht bei Nacht.“ (Ex 13,21f)

 

Aktion

Ich möchte nun dieses Feuer (Teelicht im Glas) herumreichen, so dass jeder das Feuer in seinen Händen halten kann und in die Flamme schauen kann.
Verweilt ein paar Minuten und spürt nach:

Welchen Bezug habe ich zu diesem Element? Was wird in mir angesprochen?

oder

Ich möchte euch einladen, dass Element Feuer durch das Auflegen der Hände, die vorher durch Reiben gewärmt und mit Energie aufgeladen werden.
Stellt euch dazu zu zweit (oder alle in einem Kreis) hintereinander auf.

 

Lied: Ein Funke aus Stein geschlagen, 1-3 Strophe
Link (Lied auf Seite 2)

 
Segen

Segen sei mit dir, der Segen strahlenden Lichtes,
Licht um dich herum und innen in deinem Herzen.
Sonnenschein leuchte dir und erwärme dein Herz,
bis es zu glühen beginnt wie ein großes Torffeuer,
und der Fremde tritt näher, um sich daran zu wärmen.
Aus deinen Augen strahle gesegnetes Licht
wie zwei Kerzen in den Fenstern deines Hauses,
die den Wanderer locken,
Schutz zu suchen dort drinnen vor der stürmischen Nacht.
Wen du auch triffst, wenn du über die Straßen gehst,
ein freundlicher Blick von dir möge ihn treffen.

(Hermann Multhaupt)

Wir erbitten Gottes Segen, dass wir alle heil und gesund mit einem Packen Erinnungen, Eindrücken und vielleicht auch mit Medaillen nach Hause zurückkehren.

Bundessportfestlied Link

Texte überwiegend nach Elisabeth Keilmann-Stadtler, aus "Unterwegs zum Mehr..."
dem Praxisbuch des DJK-Sportverbandes, Düsseldorf 2007