DJK-Ethik-Preis des Sports 2002
an Dr. h.c. Egidius Braun

"Fußball ist mehr als ein 1:0"

Im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses verlieh der DJK-Sportverband am 13. November dem Ehrenpräsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Dr. h.c. Egidius Braun, den "DJK-Ethik-Preis des Sports 2002". Die DJK würdigte damit das Lebenswerk eines Mannes, der wie kein anderer DFB-Präsident die soziale Komponente des Fußballs in den Mittelpunkt seiner ehrenamtlichen Arbeit gestellt hat.

Vor hochrangigen Vertretern aus Staat und Kirche, aus Politik und Sport betonte der stellvertretende Ministerpräsident und Sportminister des Landes NRW, Dr. Michael Vesper, die seit 1992 vergebene und Carl Mosterts als Gründer des katholischen Sportverbandes DJK gewidmete Auszeichnung sei ein Preis mit einer großen Bedeutung, ein Preis, der den Mut der DJK verdeutliche, Sport und Ethik besonders herauszustellen. Egidius Braun skizzierte er in seiner Laudatio als einen großen Freund der Menschen, vor allem der Kinder.
 

 

NRW Sportminister Dr. Michael Vesper
und DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun
mit zwei "kleinen"Gratulanten. (v.l.)

Brauns Lebensmotto "Fußball ist mehr als ein 1:0" sei zugleich Programm des heute 77-Jährigen, der sich stets für das Solidaritätsprinzip im Sport eingesetzt habe. Als Initiator der Aktion "Kinder in Not", als Gründer der "Mexiko-Hilfe" und als Motor der nach ihm benannten "DFB-Stiftung Egidius Braun" gelte sein soziales Engagement den Armen und Schwachen dieser Welt. Damit habe er Zeichen der Solidarität gesetzt, so Vesper.

Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden bezeichnete seinen engagierten Mitbürger als Symbolfigur für Mitmenschlichkeit und als Botschafter für Werte und Tugenden. Der Ehrenringträger der Stadt Aachen habe vorgelebt, dass das gesellschaftliche Fundament Werte haben müsse. Braun sei ein Mann der Tat, der sich in den Dienst der Gemeinschaft stelle. Sein Weg habe immer ein Ziel. Seinen gradlinigen Weg habe er nie verlassen.

DJK-Präsident Dr. Wolfgang Reifenberg erklärte, die DJK sei ein werteorientierter Verband, der im deutschen Sport als Verband mit besonderer Aufgabenstellung geführt werde. Der Ethik-Preis sei gestiftet worden, "weil der DJK-Verband den am christlichen Menschenbild ausgerichteten Sport als sein Ideal vom Sport sieht". Die DJK wisse um die Bedeutung der Ethik als den Versuch, Vereinbarungen und Regeln zu treffen, damit menschliches Leben gelingen kann.

Für die DJK bedeute dies, den Sport im Dienst für den Menschen zu sehen oder wie Carl Mosters als Gründer der DJK schon 1926 formulierte: Nicht des Sportes wegen wird der Sport betrieben, sondern der Menschen wegen. Mit der Verleihung des DJK-Ethik-Preises, so der Präsident weiter, wolle der DJK-Sportverband seine Sicht in der Ethik des Sports wieder einmal öffentlich manifestieren und für sie werben. Egidius Braun habe ein unübersehbares Zeichen im Sinne des Sports um der Menschen willen gesetzt.

Text und Foto: Eberhard Gronau