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Wir Frauen bestreiten ja nicht, daß Männer Menschen sind. Es sind bekanntlich die Männer, die sich damit schwertun, daß auch Frauen Menschen sind. >> Ein Mensch ohne Frau ist eigentlich kein Mensch <<, so heißt es im Talmud, Frauen, die bloß einen Mann aufweisen können (das reicht anscheinend nicht zur Menschwerdung), werden aus der Klasse der Menschen hinausdifiniert. Ein Mensch, so heißt das vielgelesene Buch mit >> heiteren Versen << von Egon Roth. Im Klappentext der -zigten Auflage steht zu lesen: >> Egon Roth hat den Menschen an seinen Achillesfersen ge- zeichnet, den verhinderten Don Juan ebenso wie Friedrich, den argen Wüterich <<. Die Verse seien "hundert kleine Spieglein, aus denen wir herausgucken, du und ich, der Nachbar und der Vetter" >> Finden wir uns nicht auf irgendeiner Seite selbst wieder? << >> Wir alle, wir Menschen, sind jeweils skizziert, wenn Eugen Roth be- ginnt: Ein Mensch ... << Ich, eine Frau, weder Nachbar noch Vetter, werden Don Juan noch arger Wüterich, find mich da auf keiner Seite wieder. Ich finde sowohl in den Illustrationen als auch in den >> heiteren Versen << nur Männer. >>Ein Mensch ...<< - ist immer ein Mann. Damit schließt sich der Kreis brüderlicher Männschlichkeit vom erhwürdigen Talmud zur heiteren Gegenwart. ... |
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| aus: Luise Pusch, Das Deutsche als Männersprache; Auszug aus: Wir Männschen; edition, suhrkampf 1984 | ||||
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